Port, 1. Chemo und Muttertag

Am 5. Mai wurde mir der Port einoperiert. Und am 6. Mai bekam ich meine erste Chemo. All dies wurde begleitet von wilden Emotionen. Ich denke, ich habe den Tod von Mami permanent vor mir hergeschoben und dann kommt natürlich die Ungeduld hinzu. Die Ungeduld kurz vor einem neuen Zwischenziel (hier: Port und erste Chemo).

Die Chemo hat mich sehr gebeutelt. 3 Tage hab ich sie in allen Zellen gemerkt. Dann ging es wieder. Das war an Mette’s Konfirmation. Muttertag. Der 10. Mai. Ellen (meine Schwester) hatte einen Margaritenbaum auf das Grab von Mami gepflanzt. Wir haben ihr immer einen Margaritenbaum zum Muttertag geschenkt.
Es war eigentlich Mamis Ziel, Mette’s Konfirmation noch zu erleben. In der Nacht vor der Konfirmation gab es einen Orkan und Ellen hatte grosse Angst, dass wir nicht im Garten feiern können… Aber: am Sonntag morgen schien die Sonne mit voller Kraft und Peter, Ellen, Mette und ich hatten ohne Absprache den selben Gedanken: Mami ist da und hat für das gute Wetter gesorgt! Mette war die erste die dies sogar in ihrer Konfirmationsrede aussprach und wir nickten uns dann schweigend zu.
Nach der Feier ging ich auf den Friedhof – das erste mal nach der Beerdigung. Ich saß am Grab und habe Mami alles erzählt. Dann habe ich ihr gedankt, dass sie für das Wetter gesorgt hat. In dem Moment flogen 2 weiße Tauben hoch. Ich habe noch nie richtig weiße Tauben in freier Natur fliegen sehen und schon gar nicht in Plön, da gibt es eigentlich nur Möwen.
Also: Mami war da!

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