Cannabis – Eigenanbau für chronisch Kranke jetzt endlich legal!

Leicht versteckt habe ich es in meinem Fototagebuch schon angedeutet: Cannabis hat mir in der Chemotherapie sehr geholfen. Wegen eines chronischen Nierenleidens und einer Epilepsie durfte ich nicht alle Mittelchen zur Bewältigung der Nebenwirkungen der Chemo nehmen. Und Chemie mit Chemie zu bekämpfen hört sich für mich auch nicht so logisch an.

Neben kleinen auf mich abgestimmte Helferchen aus der chinesischen Medizin habe ich viel gekifft. Ich teilte diese Leidenschaft sogar mit vielen Frauen, wie ich schon bei der zweiten Infusion der Chemo feststellte. Bis zu 20 Frauen in einem 30 qm Raum, die 5 Stunden an der Infusion hingen und alle die gleichen physischen und psychischen Probleme hatten: da kamen wir schnell zu Sache und Quellen wurden ausgetauscht. Nun ist es legal: Nach ärztlicher Erlaubnis dürfen wir Cannabis zuhause anbauen.

Hinter vorgehaltener Hand haben die Ärzte mich schon oft darauf aufmerksam gemacht – nicht nur gegen Schmerzen, auch zur Entspannung und Entkrampfung bei meiner Epilepsie hilft es. Ich habe auch selbst einen Fall mitbekommen, wo Haschkekse einer älteren Dame, die unter dem Restless-Legs-Sydrom leidet, halfen endlich mal wieder schlafen zu können! Vorher haben wir sie allerdings gut aufgeklärt und mit ihr den wunderbaren Film „Saving Grace“ (Grasgeflüster) – sozusagen als Aufklärung – gesehen.

Ich freue mich sehr, jetzt legal zu sein!

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3 Gedanken zu „Cannabis – Eigenanbau für chronisch Kranke jetzt endlich legal!

  1. Hallo Uta,

    ich finde es auch schön, obgleich ich selbst nicht davon profitiere, weil ich es nicht vertrage. Hatte es mehrmals wegen der Migräne(die ich hochfrequent sehr lange schon habe) versucht, doch mir ging es einfach nur übel mit schlimmen Alpträumen, ich bin wohl eine von den Menschen, die es nicht vertragen.
    Als ich in den 90ern in einem Laden arbeitete, wo Hanftextilien verkauft wurden, Kosmetik, Bücher zu dem Thema usw. da hatten wir damals auch legal noch die Samen verkaufen dürfen, Allerdings sehr teuer. Da kamen einige Menschen mit Glatze, die offenbar gerade in der Chemo waren und kauften die Samen und fragten mich nach Anbautipps. Eswar schön,dasssie damals wegigstens die Samen kaufen konnten. Anbau war ja auch illegal, aber das nahmen sie in Kauf für Linderung ihrer Beschwerden.

    Mir taten die damals so leid und ich hätte natürlich nie gedacht, dass ich später auch mal mit Glatze aus dem Grund herumlaufe…

    Jedenfalls ist es ein guter Schritt, für die Menschen, denen es hilft. Hoffen wir nur mal, dass es wirklich einfach wird und nicht mit so vielen Hürden, denn mitten in der Chemo hat doch keiner Kraft übrig für Kämpfe.

    Liebe Grüße :-* von Anne

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  2. Hallöle,

    Meiner Meinung nach ist es ein erster Schritt in die richtige Richtung, aber ich finde die Hürden noch viel zu hoch. Als ich mit meiner wohl ziemlich einzigartigen, Juckreiz auslösenden Neuropathie flach lag, war ich nicht imstande zu gärtnern und hätte wohl auch nicht auf die Blüte einer Pflanze warten können. Abgesehen davon habe ich einen schwarzen Daumen und kriege fast jede Pflanze tot.
    Zum Glück wohne ich nicht allzu weit von der niederländischen Grenze entfernt, so dass ich mit meinem Freund einen Shoppingausflug machen konnte. In dem Coffeeshop konnte ich mich auch beraten lassen, da ich etwas gegen die Nebenwirkungen suchte, aber nicht high werden wollte. Zudem wurde mir ein Vaporisierer empfohlen, damit ich auf den Tabak verzichten konnte. So etwas sollte auch in Deutschland möglich sein.

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