HPV- Impfung: Ja!

Als Eltern zweier heranwachsener Töchter haben wir uns intensiv mit der HPV-Impfung auseinandergesetzt. Nach der Recherche folgt hier unser persönliches Entscheidungs-Ergebnis in voller Verantwortung für unsere Kinder:

Allein im Jahr 2014 sind ca 4.600 Frauen an einem durch HP-Viren hervorgerufenem Gebährmutterhalskrebs mit einer 5-Jahres-Überlebsprognose von 69%, erkrankt. Somit ist mit mindestens 1.400 Todesfällen pro Jahr in Deutschland nur durch eine der Krankheiten, die durch diesen Virus hervorgerufen werden, zu rechnen. Andere Erkrankungen sind Feigwarzen, Schamlippenkrebs etc. Generell gehört der durch den HPV-Virus hervorgerufene Krebs der aggressiven Sorte an.

Dem gegenüber stehen eigentlich nur die nachgewiesenen Nebenwirkungen der Impfstoffe Gardasil und Cervarix, (sie variieren leicht in der Anwendung, im Schutz und den Nebenwirkungen) von Schmerzen an der Einstichstelle bis zum Guillain-Barré-Syndrom. Schwerere Nebenwirkungen sind nicht nachgewiesen. Fragwürdige andere Fälle will ich hier nicht bewerten, denn sie sind nicht mal annähernd zu vergleichen mit dem Risikofaktor an einer durch HPV ausgelösten Krankheit zu erkranken. Sicher variiert die Reinheit des Impfstoffes in verschiedenen Ländern , aber hey: Wir sind hier in Deutschland – dem Land mit den schärfsten Reinheitsgeboten, mit den reinsten Impfstoffen!

Die Forderung weltweiter Experten zur Erweiterung der Empfehlung zum Impfschutz für Jungen ist in Deutschland als erstes das Bundesland Sachsen nachgekommen: Dort müssen die Krankenkassen entsprechend auch die Kosten für die Jungen-Impfung übernehmen.

Zurück zur Entscheidung: Da möchten wir hier schon einmal ganz freundlich eine Lanze für die HPV-Impfung brechen:

Risikofaktor Erkrankungsrisiko zu Nebenwirkungen: ca. 1:1.000 – bei extrem kritischer Sichtweise immer noch 1:100

Dazu kommt noch die soziale Überlegung: wir möchten dazu beitragen, dass sich dieser wirklich schlimme Virus nicht weiter ausbreitet. Der Rückgang der Erkrankungen seit Einführung der Impfung ist klar erkennbar.

Die Frage lautet: schützen wir unser Kind vor Krankheiten oder vor Nebenwirkungen? Vertrauen wir der sozialen Ordnung und tragen wir dazu bei? Handeln wir im Interesse der Zukunft unseres Kindes oder haben wir Angst vor unmittelbaren Konsequenzen – vor „Schuldgefühlen, falls etwas bei der Impfung passiert“?

Wir haben uns klar dafür entschieden – Nebenwirkungen gesamt bisher (eine Tochter hat schon alle Impf-Dosen, bei einer steht noch eine Dosis aus): 1 mal Schmerzen an der Einstichstelle.

Das war es ja wohl wert! 😉

Nachtrag April 2015: Letzte Impfung wurde vor 1 Woche durchgeführt: alles ist gut!

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