Das Amazonen-Projekt – Fotos und Filme

Shooting „Amazonen“. 19 Frauen mit Brustkrebs. Berlin, 2010.

Fotos Jackie Hardt

Fotos Esther Haase

Shootingfilme

Berichterstattung

link zu Jackie Hardt

link zu Esther Haase

„Das bin doch auch ich“, sagt Beate Wedekind, Publizistin und Produzentin, beim Betrachten der Amazonen-Bilder. Wild-kämpferisch präsentiert sich die eine, versunken-melancholisch die nächste, träumerisch-tanzend die Dritte:
19 unterschiedliche Frauen aus ganz Deutschland zeigen, wie schön und verletzlich sie sind.
Diese Frauen eint die Diagnose Brustkrebs.

Anfang 2010 habe ich zu einem einzigartigen Fotoshooting eingeladen:
Es sollten Fotos von Frauen entstehen, die ihre Verletzlichkeit, ihre Narben, Ihre Wut aber auch ihre Freude am Leben, ‚jetzt erst recht zeigen.
19 Frauen  trafen sich im Sommer 2010 in Berlin und legten los:
Zwei Tage, ein großes Studio, eine Außenlocation und vielfältige „Amazonen-Requisiten“.
Zwei Profi- Stylisten, zwei Kosmetik-Teams und viele weitere freiwillige Helfer standen bereit,
um das Shooting zu einem unvergesslichen Event zu machen.
Die beiden bekannten Fotografinnen Esther Haase und Jacqueline Hardt haben je einen Tag eine große Bandbreite an fotografischen Ideen mit den Frauen umgesetzt und sich dabei auch von der Eigendynamik der Gruppe mitreißen und inspirieren lassen.
Die Unsicherheit der Amazonen wandelte sich innerhalb kürzester Zeit in pure Freude am Ausprobieren und  ein warmes Gefühl der Freundschaft und des gegenseitigen Verständnisses.

Auf andere Frauen mit ähnlichen Narben und ähnlicher Geschichte zu treffen, war für viele der Frauen eine erstmaliges und einzigartiges Ereignis:
„Plötzlich wurden die Narben „normal“, und wir waren strahlendschön!“, erinnert sich eine der Amazonen an dieses unvergessliche Ereignis.

Entstanden sind zwei Fotoserien, die das pure Leben, Schönheit, Kraft und Energie in einer unglaublichen Stärke zeigen.

Die Resonanz auf die Veröffentlichung war riesengroß:
Es meldeten sich Frauen, die schrieben, dass sie ohne die Fotos ihre Operation nicht hätten machen lassen, oder die sich nach Ansehen der Fotos das erste Mal selbst betrachten konnten, Männer, die das erste Mal ihre Frauen wieder ansehen konnten, Ärzte, die ihren Patientinnen und deren Partnern die Angst nehmen konnten:
Viele atemraubende Prozesse sind durch die Bilder angestoßen worden.

Alle Teilnehmerinnen sagen übereinstimmend, dass das Shooting für sie sichtbar und unsichtbar Großes bewirkt hat:
Vier Amazonen haben anschließend ihr Leben komplett aufräumen können,
zwei Amazonen haben durch das Shooting den Mut sammeln können, dem Rat ihres Arztes zu folgen, sich auch die zweite Brust abnehmen zu lassen. Über diese Entscheidung sind sie seitdem sehr glücklich.
Seit der Veröffentlichung des Buches und der „Amazonen“-Ausstellung, die in vielen großen deutschen Städten zu sehen war, melden sich täglich Frauen bei mir mit der Frage, ob und wann ein weiteres Shooting stattfinden könne.
Sie träumen von einem Shooting am Strand, im Wasser, an ungewöhnlichen Orten.
Und – das ist allen wichtig:
es soll ein Shooting mit ganz vielen verschiedenen Frauen sein, die alle das Schicksal teilen, das jede achte Frau in Deutschland irgendwann im Leben trifft: die Diagnose Brustkrebs.
Wer weiß, was dann ein solches, großes Projekt an Energie erzeugt? Wie wär´s mit Energie für das Leben, einer besseren Vorsorge und einer größeren Offenheit für das Thema Brustkrebs, das uns alle angeht?

Da dieses Projekt nicht nur eine wunderbare Außenwirkung hat, sondern auch einen therapeutischen Ansatz für die Teilnehmerinnen beinhaltet, wollen wir weitermachen: nicht nur in Deutschland – am besten Weltweit. Vereint können wir viel erreichen!

Danke, meine Amazonen Maren, Anne, Anke, Elisabeth, Anette, Birgit, Beate, Martina, Katrin, Veronika, Ines, Sammy, Elena, Mareke, Ursula, Rita, Marina, Monika

Danke, Esther und Jackie, für euer Engagement, die zwei tollen Tage und natürlich die Fotos – ihr wart großartig!

Danke, Frank, für Deinen unermütlichen Einsatz für das Styling. Du hast es tatsächlich geschafft, 20 Meter Kleidung, Schuhe, Accessoires etc. für lau zu organisieren! Danke an nowadays creative productions, dass Liesa, Sven und Tobias 3 Wochen für das Projekt freigestellt wurden. Ihr wart zauberhaft!

Danke an das Mandala Hotel für die kostenlose Bereitstellung von Hotelzimmern für die Amazonen. Sie haben sich bei Ihnen wie Königinnen gefühlt!

Danke auch an:

Services: Delight Rental Studios und Services, Sfx Department Berlin, Electric Sun, A.D. Services, Bötzow Brauerei, I like Produktions, Gaye/Bigoudi, Benjamin/Blossom Management Haare,

Make-up und Styling: Agentur Nina Klein & Miriam Jacks, Sandra Stehmann, Kristina Wagener, Sabrina Nitzsche, Patricia Makosch, Gaye Hiette, Benjamin Becher, Cecily Turner, Jens Gabor

Kostüme: Komplott, Fake PR, Sam Frenzel, Theaterkunst GmbH, Silk Relation, Agentur V, Wellenstein Kostümfundus, Haltbar, Jacke wie Hose, Props&More

Ohne Euren selbstlosen Einsatz hätte das Shooting einfach nicht stattfinden können!

Und natürlich: Danke Hendrick – tollster Mann der Welt, daß Du das alles bezahlt hast!

4 Gedanken zu „Das Amazonen-Projekt – Fotos und Filme

  1. Liebe Uta! Ich möchte so gerne mit Dir in Kontakt treten wegen deinem „Amazonen Projekt“. Hab schon vor etwa einem Monat eine Mail geschickt (keine Ahnung, ob sie dich erreicht hat…da nicht sicher ob „gültige“ Emailadresse) …und telefonisch erreiche ich dich nicht. Ich würde mich riesig über eine Antwort freuen!
    Herzliche Grüsse Thaïs Odermatt

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  2. Hallo Frau Melle,

    ich glaube gerne, dass das Shooting einen therapeutischen Effekt auf die ehemaligen Patientinnen hat, die ja alle eine große Erschütterung erlebt haben und verarbeiten müssen.
    Ich habe selber eine Bruskrebs-Geschichte.
    Mich hätten die Fotos nach meiner Diagnose einfach nur furchtbar erschreckt.
    Auf mich wirken viele Bilder zumindest unterschwellig aggressiv. Fast alle Fotos finde ich zu laut und zu direkt.
    Bitte entschulidgen Sie meine Ehrlichkeit.

    Viele Grüße
    Anne Beecken

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    • Liebe Uta

      Oje.

      Ich zeigte meiner Mutter ( die ja auch eine Brustkrebsgeschichte hatte) einige Fotos von dir und den anderen Amzonen. Sie fand die Fotos faszinierend und schön.

      Mein Filmprojekt läuft schleppend – die Herstellungsleitung der Filmuni stellt sich bürokratisch quer, so wieso scheint diese Schule einen sehr trägen Aparat zu sein…gut für mich, werde zur Amazone für meinen Amazonenfilm.

      Wegen all diesem Bürokratischen hab ich mich noch gar nicht bei Esther Haase gemeldet. MAch das aber sicherlich im Mai.

      Freu mich so oder so auf Wiedersehen und liebgruss

      Thaïs

      ________________________________

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